Schimmelpilze
Schimmelpilze, die sich im Wohnungen ansiedeln, können nicht nur zu erheblichen Schäden an Gebäuden führen,
sondern stellen auch immer eine Gesundheitsgefährdung für deren Bewohner dar. Sie können zu Allergien und
Infektionen der Atemwege führen, einige Schimmelpilzarten wirken stark toxisch.
Von den etwas 120 bekannten Schimmelarten, die sich in Wohngebäuden ansiedeln, gelten ca. 10 % als besonders
giftig. Ein Schimmelbefall muss deshalb grundsätzlich saniert und seine Ursachen beseitigt werden. Auch wenn
Schimmelpilzsanierung immer eine lösbare Aufgabe ist, sind die Ursachen der Schimmelpilzbildung vielfältig und
komplex. Eine Sanierungsstrategie kann deshalb immer nur im Einzelfall in Kenntniss der Umstände festgelegt
werden.
Sinnvoller ist es, Schimmel zu bekämpfen, in dem man schon im Vorfeld die Ursachen für Schimmelbildung vermeidet.
Das Problem der Schimmelbildung beginnt nicht erst mit dem sichtbaren Schadensfall, sondern bereits viel früher. Es
hat seine Ursachen u.a. in den energetischen Standards, mit denen heutzutage alte Häuser saniert oder neue Häuser
gebaut werden. Schimmelpilze finden optimale Lebensbedingungen vor allem an Stellen, die aus energetischer Sicht
Schwachstellen darstellen.
Auch die Lebensweise der Hausbewohner ist als entscheidendes Kriterium bei der Entstehung, bzw. Vermeidung von
Schimmel zu bewerten. Richtiges Wohnverhalten kann auch in Häusern mit Schwachstellen die Ansiedlung von
Schimmelpilz verhindern. Dazu ist es wichtig, die Ursachen für die Entstehung von Schimmelpilzbefall zu kennen und
zu verstehen, ebenso wie das Wissen wie Schwachstellen beseitigt werden können und wie man “richtig” wohnt.
SVS Sachverständigenbüro für Versorgungstechnik
Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung
Dipl.-Ing. Uwe Stellbrink